Race



Integration gelingt auch auf dem Rad

11.11.2015
Die Maloja Pushbikers helfen bei der Integration von Flüchtlingen

Maloja Pushbikers trainieren mit Flüchtling

Die Maloja Pushbikers sehen den Radsport als Lebenseinstellung. Sport verbindet. Zumindest soll er das. Stefan Mastaller hat sich mit einem iranischen Flüchtling, der Andreas genannt werden will, zum Training getroffen.

Der Kontakt zu Andreas kam durch eine Freundin Mastallers, die in einem Flüchtlingslager aushilft, zustande. „Sie hat mich gefragt, ob ich nicht mal mit Andreas eine gemeinsame Runde fahren könnte“, erzählt Mastaller. Die Entscheidung war schnell getroffen.

Verständigung zunächst schwierig

Bei der Verabredung zum Training wurde aber klar, dass Andreas für kaltes Wetter nicht richtig ausgerüstet ist. „Es hatte drei Grad in Wien. Wir sind dann erstmal bei mir zuhause vorbei gefahren und ich habe ihm spontan mit ein bisschen Winterbekleidung ausgeholfen“, so Mastaller. Mit Englisch und ein paar deutschen Wörtern klappte die Verständigung ganz gut.

Das Training war ein Lichtblick

Die Lage von Andreas ist schwierig. Er ist Christ und musste aus Teheran fliehen. Eine Rückkehr könnte für ihn die Todesstrafe bedeuten. Momentan wartet er darauf, ob sein Asylantrag angenommen wird. Das Training mit Mastaller war für den Iraner ein Lichtblick, den er auch mit seinem Handy dokumentierte. „Andreas war stolz darauf, mit einem Radprofi zu trainieren. Er will die Bilder seinen Freunden, die im Iran geblieben sind, schicken“, sagt Mastaller.

Quelle: 

PM MPB, Text: Redaktion