Test & Technik

Testride: 10 Helme bis 200 Euro

09.08.2016
Helme für Rennrad im Test

Die Passform ist entscheidend

Ein guter Helm soll leicht sein, sitzen, ohne Druckstellen zu verursachen, und über eine ideale Belüftung verfügen. Vor allem aber muss er den Fahrer schützen. Im Test: zehn Helme bis 200 Euro.

Die Passform ist beim Helmkauf essentiell. Es ist klar, dass nicht jeder Deckel zum Topf passt, doch kann man recht einfach einige Punkte beachten. Der Helm sollte beim Probieren nur durch Verstellung der Hinterkopfhalterung, aber ohne Schließen des Kinnriemens druck- und wackelfrei sitzen. Wenn das Gefühl vorherrscht, dass der Helm an der Seite zu eng ist, dass er vorne und hinten etwas zu viel Luft hat, dass er nicht sauber auf den Kopf rutscht oder insgesamt „zu hoch“ sitzt, dann sollte man lieber die Finger von diesem betreffenden Modell lassen. Die Hinterkopfhalterung sollte über ein Raster höhenverstellbar, besser auch neigbar sein. Eine Verstellung über Druckknöpfe ist in der Regel suboptimal, da diese ausleiern können. Auch sollte die Rasterung des Verstellknopfs fein genug sein. Nicht vergessen sollte man anschließend die Einstellung des Kinnriemens. 

Wenn genügend Ein- und Austrittsöffnungen vorhanden sind, wird der Luftstrom um den Kopf kaum behindert und das Schwitzen hält sich in Grenzen. Bei guten Helmen wird der Fahrtwind sogar noch kanalisiert – und die feuchten Pads im Helminneren sorgen für zusätzliche Kühlung.

Die Sicherheit

Jeder Helm sollte nach einem Sturz auf den Kopf unbedingt ausgetauscht werden. Viele Hersteller, etwa Giro oder Lazer, bieten ein Austauschprogramm an, doch ist dieses Thema oft in den AGBs oder Bedienungsanleitungen versteckt. Erfährt man erst nachher, dass man seinen Helm hätte registrieren müssen, dann ärgert das umso mehr. 

Die größte Stabilität wird dem Helm durch das Verschmelzen von Außenhaut und Styroporkörper verliehen. Diesen Vorgang nennt man „Inmolding“. 

Ein Mehr an Stabilität gibt es noch, wenn der Helm nicht nur von oben, sondern auch von unten verbacken wird. Auch die MIPS-Technologie macht den Helm etwas schwerer. Die Abkürzung steht für „Multi-Directional Impact Protection System“: Das Ganze ist ein Plastikeinsatz, der über vier Haltepunkte mit dem Helm verbunden ist. Ziel des Einsatzes ist es, die Belastungen zu senken, die bei einem schrägen Aufprall auftreten. Denn hierbei wirken in der Regel starke Rotationsbelastungen auf das Gehirn.  //

HIER GEHT'S ZUM RADHELM-TEST

Quelle: 

Foto: Jürgen Amann

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