Test & Technik

RennRad Test: 12 Cyclocrosser im Test

19.07.2017
12 Cyclocrosser im RennRad Test.

 

12 Cyclocrosser im Test

Egal ob auf Asphalt, Schotter, Forstwegen oder Singletrails – mit Cyclocrossrädern kommt man überall durch. Sie vereinen das Beste aus zwei Welten: Rennrad und Mountainbike. Zwölf Räder aller Preisklassen im Test. 

 

Der Querfeldeinsport hat eine lange Tradition. Klaus-Peter Thaler, Rolf Wolfshohl oder Mike Kluge heißen die früheren deutschen Weltmeister. In Belgien ist Cyclocross ein Nationalsport. Die USA erleben seit Jahren einen riesigen Boom: neue Räder, neue Rennen, eine riesige Fanszene. In Deutschland bilden die Crosser eine kleine Nische – doch diese wächst und wächst. Nicht mehr nur die Rennfahrer sind auf Cyclocrossrädern unterwegs, sondern auch viele Pendler oder Einsteiger. Darauf hat der Markt reagiert. Auch in diesem Segment werden nun oft „harmlosere“ Geometrien verbaut, die auch weniger sportliche Fahrer ansprechen sollen. Zudem ist die Abgrenzung zwischen Cyclocross- und der neuen Gattung der Gravelräder nicht immer klar. Crosser sind traditionell sportliche Räder mit einer eher gestreckten Geometrie. Von diesen „klassischen“ Querfeldeinrädern haben wir viele in unser Testfeld aufgenommen, weil diese Räder das verkörpern, wofür der Querfeldeinsport steht: Die Fähigkeit extrem schnell, mit extrem viel Spaß in leichterem Gelände unterwegs zu sein.

Klassisch schnell

Zu den traditionell stark im Crosssport vertretenen Herstellern gehört etwa die Hamburger Firma Stevens. Entsprechend hat das im Test vertretene Modell, Vapor, unsere Erwartungen erfüllt: Es ist ein klassisches schnelles, wendiges und robustes Renngerät. Die Wendigkeit und die Robustheit waren zwei der positiven Haupteigenschaften, die wir im Laufe unserer Testfahrten bei den meisten Rädern feststellen konnten. Zu den kleineren Schwächen gehören die teilweise recht hohen Gesamtgewichte. Wobei dies auch dadurch zu erklären ist, dass wir bewusst einige sehr preisleistungsstarke Räder mit ins Testfeld aufgenommen haben. In dieser Kategorie überzeugten gleich mehrere Räder. So etwa das Race SL des oberpfälzischen Herstellers Cube: das Rad ist ehrlich und klassisch, wendig und robust und durchdacht ausgestattet – und das alles für 1699 Euro. Als generelles Fazit können wir festhalten, dass der Markt der Crosser immer breiter wird. Jeder Fahrertyp kann das genau richtige Rad für sich finden – ob er es nun hauptsächlich zum Wintertrainig, zum Pendeln zur Arbeit oder für den Renneinsatz gedacht ist. // 

 

 

Der Testleiter

Yannick Mayer aus der Nähe von Heilbronn ist Kontinental- Profi beim belgischen Team Veranclassic-AGO. Er gewann in den Nachwuchsklassen mehrere Cyclocross-DM-Medaillen und verbrachte zwei Winter-Saisons in Belgien, um dort Crossrennen zu fahren. 

 

Quelle: 

Text: Yannick Mayer; Bilder: Jürgen Amann

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