Test & Technik

Rennrad Test: Cervélo P5 Three

16.08.2016

Frederik Van Lierde gewann auf einem P5 den Ironman Hawaii. Etliche Tests haben gezeigt, dass das P5 zu den schnellsten Zeitfahr- beziehungsweise Triathlonrädern zählt. Dafür sorgt neben der Geometrie und der vollen Systemintegration auch der – besonders am Tretlager und dem Sitzrohr-Hinterrad-Übergang – massive, aber UCI-zertifizierte Rahmen. Der 3-T-Zeitfahrlenker mit Aufsatz überzeugt voll, er baut eher hoch auf und ist sehr weit verstellbar. Die Breite der Armpads ist recht begrenzt, aber doch ausreichend einstellbar. Der Lenkeinschlag ist beim P5 begrenzt, wie bei fast allen Zeitfahrrädern. Toll sind die hydraulischen Magura-Felgenbremsen: zuverlässig, stark, gut dosierbar. Leider verläuft der Bremsschlauch von der Lenkerunterseite zum verkleideten Bremskörper beim Testrad so, dass er am Lack des Steuerrohr scheuern kann. Die HED-Aerolaufräder sind schnell und ausreichend seitensteif. Sehr gut ist auch die Reifenwahl: der Continental Attack vorne und der etwas breitere Force hinten. Verbaut ist eine steife Rotor-Kurbel mit 52/36er Aero-Blättern. Die Dura-Ace-Di2-Gruppe arbeitet hervorragend, die Schalter an den Aufliegerenden sind haptisch gut, die Schaltvorgänge sehr schnell. Gut gefiel auch die extrem breite Aero-Sattelstütze, da sie extrem viele Verstellmöglichkeiten bietet. Die Sitzposition ist doch sehr gestreckt. Bei böigem Seitenwind ist das P5 anfällig, daran muss man sich gewöhnen. Generell ist das Fahrverhalten beherrschbar, das Rad einfach schnell.   //

 

 

Teile & Geometrie

Gewicht: 8,5 kg

Rahmen: Carbon

Größe: 45, 48, 51, 54, 56, 58, 61

Gabel: Vollcarbon

Steuersatz: FSA

Schaltgruppe: Shimano Dura Ace Di2

Laufräder: HED Jet 6 Plus SCT

Reifen: Continental Force 22 /Attack, 24 mm

Lenker/Vorbau: 3T Aduro/3T Aduro

Stütze: Cervélo Carbon, aero

Sattel: ISM Prologue

Preis: 9000 Euro

Fazit: Kompromisslos schnell. Das P5 gehört zu den besten Zeitfahrmaschinen auf dem Markt. Geometrie und Preis machen es zu einem Rad für Triathleten und Rennfahrer.

 

 

Quelle: 

Foto: Jürgen Amann

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