Test & Technik

Rennrad Test: Fünf Traumräder im Test

22.02.2016
Traumräder im Test: Rennrad testet Bianchi, Storck, Tommasini und mehr.

Modelle von Bianchi, Enigma, Parlee, Storck und Tommasini

Träume sind subjektiv. Das gilt auch für das Rennrad der Träume. Die einen wünschen sich einen filigranen Stahlrenner, auf dem schon Eddy Merckx fuhr. Die anderen eine Aero-Maschine mit martialischen Carbonrohren und -laufrädern.

Für wieder andere ist Titan das einzig wahre Rahmenmaterial. Oder es gibt für einen nichts Traumhafteres als ein Fünf-Kilogramm-Rennrad, das man mit dem kleinen Finger hochheben kann.

Wir haben bei der Auswahl unseres Testfelds an all diese Träume gedacht. Tradition trifft auf Moderne, Aero- auf Leichtbau, Stahl auf Titan auf Carbon. Das leichteste Rad des Tests steht gleichzeitig auch für eine lange erfolgreiche Rennsportgeschichte und den italienischen Rennradbau: das Bianchi Specialissima. Es bringt 6,02 Kilogramm auf die Waage. Sein Gewicht und seine Optik sind spektakulär. Was es auf der Straße kann, hat unser Test gezeigt. Und so viel sei vorweg genommen: Das Bianchi hat unsere Tester überrascht – positiv. Es ist nicht nur sehr sportlich, sondern auch noch recht komfortabel. 

Titan versus Aero

Das Thema Komfort ist eigentlich eine Domäne von Stahl- und noch mehr von Titan-Rahmen. Auch die beiden Vertreter dieser traditionellen Werkstoffe konnten in unserem Test überzeugen. Der Titan-Rahmen des kleinen britischen Herstellern Enigma hat nicht nur Schweißnähte, die so schön sind, dass sich Metall-Rahmenfans nicht satt sehen können. Es bietet auch einen sehr hohen Komfortfaktor auf der Straße. 

Die Herzen der Stahlliebhaber dürften beim Anblick des
Tommasini X-Fire höher schlagen. Filigrane Rohre, kleine liebevolle Details, Chrom, Individualität - das alles bietet der Rahmen aus der kleinen Schmiede von Irio Tommasini in Grosseto. 

Weniger klassisch, sondern im aktuell sehr modernen Aero-Gewand, kommt das Storck Aerfast daher. Das Testmodell ist auch noch eine Sonderedition anlässlich des 20. Firmenjubiläums von Storck. Zusammen mit den Lightweight-Laufrädern trifft das Aerfast sicher den Geschmack von vielen träumenden Rennradfahrern. Ebenfalls aus Carbon ist das Parlee Z-Zero. Der Rahmen hat Muffen, unterschiedliche Carbon- strukturen und ist komplett in Schwarz gehalten. Understatement trifft auf das Rad aus Amerika allerdings nicht zu - das zeigte der Test.

Traumausstattung

Zu einem High-End-Rahmen gehören natürlich auch die passenden Komponenten. Laufräder aus Carbon, elektronische Schaltungen, individualisierte Anbauteile. All das haben unsere Traumräder zu bieten. Egal, um welches Modell es sich handelt, bei der Ausstattung gibt es fast keinen Spielraum nach oben. Natürlich steht der Realisierung eines Traums immer etwas im Weg. Im Fall dieser Traum-Rennräder ist das der Preis. Hightech-Renner waren noch nie Schnäppchen. Doch in den vergangenen fünf, sechs Jahren sind die Preise am Markt enorm in die Höhe geschnellt. Das engt die Käufer-Zielgruppe leider sehr ein. Für die meisten von uns werden die Räder dieses Tests für immer Träume bleiben. Aber was wäre die Welt ohne Träume?  //

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Quelle: 

Foto: Jürgen Amann

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