Test & Technik

Rennrad Test: Trek Madone 9 SRS Project One

16.08.2016

Was für eine Farbe, was für eine Form: Das neue Madone ist das vielleicht aerodynamisch beste Rennrad der Welt. Volle Systemintegration, ovale Rohrformen, in der Kettenstrebe verbirgt sich ein Geschwindigkeits- und Wattmesser. Am ungewöhnlichsten ist wohl die technische Lösung am Steuerrohr: Zwei Aero-Klappen (Vector Wings) bewegen sich entgegen des Lenkeinschlags und sollen so die Luftströme besser um das Cockpit lenken. Unser Testmodell kommt aus der Project-One-Reihe: In dieser können Kunden sich ihr Wunschrad konfigurieren. Am Rahmen kommen KVF-Rohrformen zum Einsatz sowie die Isospeed-Technologie, mit der das Sitzrohr vom Oberrohr entkoppelt wird. Laut Trek wurde dadurch die vertikale Nachgiebigkeit – ohne Vortriebseinbußen – in Relation zu Mitbewerbermodellen verdoppelt. Und tatsächlich ist das Madone für ein Aero-Renngerät erstaunlich komfortabel. Kleinere Unebenheiten werden gut absorbiert. Dies geht nicht zu Lasten der Rahmensteifigkeit. Man sitzt eher gestreckt, dennoch ist das Trek agil. Die Bontrager-Laufräder sind schnell, bei Nässe könnte das Bremsverhalten allerdings besser sein. Der Aero-Lenker ist ordentlich steif. Leider löste sich beim Testmodell bereits nach rund 30 Kilometern das Lenkerband. Das bleibt neben dem hohen Preis der einzige wirkliche Kritikpunkt. Das Madone ist ein ultimatives Aerorad für Schnellfahrer.  //

 

 

Teile & Geometrie

Gewicht: 7,1 kg

Rahmen: Carbon

Größe: 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62

Gabel: Vollcarbon

Steuersatz: Trek

Schaltgruppe: Shimano Dura Ace Di2

Laufräder: Bontrager Aeolus 5 D3

Reifen: Bontrager R3, 25 mm

Lenker/Vorbau: Madone XXX-Einheit

Stütze: Trek Madone, aero

Sattel: Bontrager Paradigm XXX

Preis: 12.055 Euro

Fazit: Hohe Ingenieurskunst: Das Madone ist extrem schnell, leicht – und erstaunlicherweise dennoch recht komfortabel. Eine Waffe – die jedoch ihren Preis hat.

 

 

Quelle: 

Foto: Jürgen Amann

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